Biografie

Manrico Padovani

Der Schweizer Geiger Manrico Padovani, der vom englischen “The Strad Magazine” als “Held der Violine” beschrieben wird, ist der erste Schweizer Violinist in der Geschichte, der den gesamten Zyklus der 24 Capricci Op. 1 von Niccolò Paganini im Konzert aufgeführt hat.
“Eindringlicher Lyriker”, “Teufelsgeiger”, “Eine Violine die bezaubert”, das sind nur einige der Attribute, die Musikkritikern benützen, um die Eindrücke zu beschreiben, die Manrico Padovani mit seinem virtuosen und tiefsinnigen Spiel sowie mit seiner makellosen Technik bei seinen Konzerten hinterlässt.
Nach seinem Debut mit Rezitals am “Lucerne-Festival” und im Stadtcasino Basel ist er als Solist in ganz Europa, Amerika und Asien in namhaften Sälen wie die Wiener Musikverein, die Alte Oper Frankfurt, die Ohji Hall in Tokio, das Kultur- und Kongresszentrum Luzern, Kölner Philharmonie usw. mit Orchestern wie die Stuttgarter Philharmoniker, Akademische Staatskapelle St. Petersburg, Moskauer Philharmoniker, Sinfonia Varsoviae, Prager Philharmoniker, Radio Sinfonie-Orchester Basel, Orchestra della Svizzera Italiana, Orchester des Musikkollegiums Winterthur, Südwestdeutsche Philharmonie, Regina Symphony Orchestra, Philharmonisches Orchester Poznan, Nord-Tschechische Philharmonie, Guri Philharmonic Orchestra Seoul usw., unter der Leitung von u.a. R. Barshai, M. Viotti, M. Andreae, H Griffiths, A. Boreiko, J. Lü, B. Perrenoud und P. Altrichter aufgetreten.

Als Sohn italienischer Eltern in Zürich geboren, studierte er in den Meisterklassen von Aida Piraccini-Stucki (auch Lehrerin von Anne-Sophie Mutter) an der Musikhochschule Zürich/Winterthur, die einen entscheidenden Einfluss auf seine Entwicklung gehabt hat, und Herman Krebbersin Amsterdam.
Weitere wichtige Impulse bekam er auch von international anerkannten Solisten und Komponisten wie Ruggiero Ricci, Franco Gulli, Viktor Pikaizen, Boris Belkin, Denes Zsygmondy und Karl Heinz Stockhausen.
Er gewann zahlreiche Preise und Auszeichnungen am “Internationalen Wiener Musikwettbewerb”, am “Ruggiero Ricci Wettbewerb” in Berlin, an der “Accademia Chigiana” in Siena, dreimal den “Kiefer-Hablitzel”-Preis des “Schweizerischen Tonkünstlervereins”, den wichtigen “Jubiläums-Preis” der Schweizerischen Bankgesellschaft (UBS), sowie weitere wichtige Anerkennungen der Stiftungen “J. Bär” und “B. Schuler”. Als einer der herausragenden Schweizer Violinisten wird er auch von der “Anne Sophie Mutter-Stiftung” unterstützt. Mit der Stargeigerin und dessen Gruppe “Mutter’s Virtuosi” war er im Frühling 2011 auf Tournee in Deutschland, Schweiz und Österreich, und spielte mehrmals mit ihr Solistisch und Kammermusikalisch. Zudem wurde er 2011 mit einem “Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums” ausgezeichnet.

Neben seine bereits für verschiedene Labels veröffentlichten CD und DVD Aufnahmen (u.a. die Violinkonzerte von Beethoven, Brahms, Prokofjew Nr.1, Paganini Nr.1) werden die neuen Veröffentlichungen Livemitschnitte in Wien (DVD mit einem virtuosem Programm für Solovioline, aufgenommen im Bösendorfer Saal), Prag (DVDs mit dem Violinkonzert von Beethoven und das Neujahreskonzert in der Smetana Hall, mit Werken von Sarasate, Saint-Saens und Massenet) und Seoul (CD mit Paganinis zweites Violinkonzert “La Campanella”) beinhalten.
Dazu wurde Manrico Padovani eingeladen, den Soundtrack zu Erik Bernasconis Spielfilm “Sinestesia” aufzunehmen. Der Film wurde 2010 an dem internationalen Filmfestival “Berlinale” vorgestellt.
Höhepunkte dieser Saison sind u.a das Konzert in der Sala Nervi im Vatikan vor dem Papst Benedikt XVI in Verbindung mit der Italienischen Stiftung “Sorella Natura, wo er mit der herausragenden russisch-griechische Geigerin Natasha Korsakova als Testimonial wirkt und auftreten wird sowie die Zusammenarbeiten in Crossoverprojekte mit spanischen Popstars und die Urraufführungen von Werken des Komponisten Thomas Fortmann die ihm gewidmet sind.
Manrico Padovani spielt abwechselnd auf einer Violine von G. F. Pressenda erbaut in Turin im Jahr 1832 sowie auf einer Stradivarius-Vuillaume “Messiah” erbaut im Paris im Jahr 1870. Diese wertvolle Meisterinstrumenten werden ihm freundlicherweise aus einer privaten Sammlung zur Verfügung gestellt.